AKTUELL

 

FRIEDRICH WESSELY

14 Briefe an Hans Groër

 

Ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben

von

P. Ildefons M. Fux OSB

 

Beiheft 13 der Zeitschrift

GOTTGEWEIHT

 

Wien 2009, 48 Seiten

€ 4,30 zuzüglich Versandspesen

E-Mail: perfectae.caritatis@aon.at

EINLEITUNG

 

Dass völlig unverhofft etwa 80 Briefe des 1970 ver­storbenen Universitätsprofessors DDr. Friedrich Wessely aufgefunden werden konnten, muss als außerordentlicher „Glücksfall“ bewertet werden. Besser: Für den gläubigen Christen ist dies ein Ereig­nis, für das er der göttlichen Vorsehung zu größter Dankbarkeit verpflichtet ist.

Diese Briefe sind Dokumente, die uns Einblick ge­währen in das hochbegnadete Leben jenes Mannes, der vom 1. Oktober 1937 bis zum Sommer 1945 Spiri­tual des Wiener Priesterseminars gewesen ist und der bereits am 2. Oktober 1937 auch Hans Groër un­ter den neu Eingetretenen zu den ihm Anvertrauten zählen konnte. In vielen Gesprächen wuchs da bald ein geistliches Miteinander und Füreinander, eine heilige Freundschaft zwischen Vater und Sohn, die vor allem in den Zeiten der Universitäts- und Alum­natsferien durch Briefe aufrecht erhalten und gepflegt worden ist. In diesen Briefen spricht ein Seelenführer von seltenem Format zu einem ange­henden und dann 1942 auch geweihten jungen Priester, dessen gnadenhafte Erwählung ihm sehr bald bewusst geworden war. Der Weg, den der liebe Gott Sie gehen lässt, ist kein ganz leichter Weg. Das weiß ich schon von Anbeginn, schrieb Wessely, ein Mann, von dem der spätere Erzbischof und Kardinal sagen wird, dass ein solcher der Kirche alle hundert Jahre nur ein Mal geschenkt werde.

Man wird es sehr bedauern müssen, dass die Schreiben Groërs an Wessely nicht mehr zur Verfü­gung stehen; sie wurden offensichtlich vom Adres­saten vernichtet, wie dies Groër auch mit jenen Brie­fen seines Seelenführers tat, die nach den frühen 50er Jahren an ihn gerichtet waren – in gegenseitigem Einvernehmen. Dennoch: Das Vorhandene öffnet den Blick auf die Seele des Schreibers ebenso wie für jene des Empfängers, und dieser Blick kann nicht ehrfürchtig genug sein – zum Lob seiner herrlichen Gnade (Eph 1,6).

Den ausgewählten Briefen ist jeweils eine kurze Hinführung vorangestellt, die die Veranlassung, den „Sitz im Leben“, aufzeigen und den hauptsächlichen Inhalt des Schreibens verdeutlichen möchte. Einige Anmerkungen zum besseren Verständnis sind bei­gegeben. Gängige Abkürzungen im Text wurden zumeist ohne weitere Kenntlichmachung aufgelöst, Unterstreichungen im Original übernommen.

 

Der Herausgeber

Maria Roggendorf, am 24. März 2009,